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Grüße!!

Hey Leute! Willkommen auf unserem Indien-Blog!
Wir sind Vitali, Horst und Daniel und schreiben hier über unsere Reise nach Indien 2011. Es war eine geile Zeit, viel Spaß beim lesen!
Von Rikscha-Fahrerscheiße zu spirituellen Glücksmomenten

Von Rikscha-Fahrerscheiße zu spirituellen Glücksmomenten In Bangalore ist es üblich, dass der Bürgersteig einfach mal aufhört und man bei zu großem Vertrauen in das hiesige Tiefbauamt in bis zu ein Meter tiefe Löcher fällt. Eines Abends wurde ich bei einem Spaziergang mit einem Chai in der Hand gegenüber vom Hauptbahnhof von ebenso einem Loch in Bangalores Gehwegen hinterhältig überrascht. Doch schnell wurde mir klar, dass ich hier nicht in einer stink normalen Grube gelandet bin, die mit Regenwasser gefüllt war. Denn die Suppe war dickflüssig und führe bis zur Kloake neben dem Rikschastand. Mir wurde klar: Ich stand also mehr als knöcheltief in Rikscha-Fahrerscheiße. Ich sprang heraus. Eigentlich müsste man meinen, dass man nach solch einem Missgeschick, den deprimierten Rückzug unter die Dusche des Hotelzimmers suchen müsste.
Doch schon im nächsten Augenblick galt meine volle Aufmerksamkeit einer absolut abgefahrenen Mitternachtsprozession, welche etwa 60 Inder direkt auf der anderen Straßenseite zelebrierten.
Dort bot sich mir ein skurriles Bild, Trommler sprangen vor einer fein geschmückten Götterstatur umher. Die goldene Figur war auf einen grünen Traktor montiert, je links und rechts der Aufbaut schaukelten zwei Arme, die genau wie die Gottheit selbst mit bunten Blumen geschmückt waren. Vor dem Gesicht der Statur schaukelte eine Energiesparlampe - eine von den langen hässlichen. Ich stürmte mit klitschnassen Schuhen auf die Szene zu. Die Leute begrüßten mich freundlich und ich tanzte lange und ausgelassen mit ihnen der religiösen Tour quer durch diese Nacht in Bangalore. Dabei wurden immer wieder durch klatschende Inder Kreise gebildet, in denen ich mit einem der älteren Männer quasi Duell tanzte (Frauen gab es halt nicht). Und als einziger Weißer war ich dort die Attraktion des Tages. Zwischendurch wurde allen Teilnehmern noch kostenfrei ein leckeres Reisgericht mit einen extrem süßen Mandelmilchreis als Nachtischg gereicht. Dazu gab es ebenfalls quitsch-süße Buttermilch.
Die Prozession endete bei einem Tempel, wo die schwere Statur in schaukelnden Bewegungen und unter lauten Gesängen – es war inzwischen 3 Uhr Nachts – hereingetragen wurde. Die Schrillheit der bunten Wände wurden nur noch übertönt von den pink und apfelgrün angesprühten Hühnerkükenq, die aufgeschreckt im Tempel herumsprangen. Es stank nach Pisse und überall standen Essensgaben, Kokosnüsse und Reissäcke als Beschwichtigungen für die Gottheit herum. Viele der Menschen dort litten offensichtlich Hunger. Sie hatten hatten nichts, doch sie gaben alles an ihre Gottheit. Ein scheißgeiler Abend.
6.5.11 13:20
 







Unsere Indienreise 2011