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Grüße!!

Hey Leute! Willkommen auf unserem Indien-Blog!
Wir sind Vitali, Horst und Daniel und schreiben hier über unsere Reise nach Indien 2011. Es war eine geile Zeit, viel Spaß beim lesen!
34 Stunden

Könnt ihr euch das vorstellen, 34 Stunden in einem Zug zu sitzen? Wir konnten das auch nicht so ganz, bis wir uns in Hyderabad in den absolut überfüllten Bikaner Express nach Rajasthan quetschten. Die ersten 12 Stunden verbrachten Vit und ich gemeinsam mit unseren Backpacks auf einem knappen Quadratmeter, den wir uns zwischen Toiletten und Tür in dem Wagon hart erkämpft hatten. Da wir leider für den absolut überlaufenen Zug keine Reservierung mehr bekommen hatten, mussten wir uns immer wieder mit unserem besten Lächeln und viel müder Körpersprache einen Liegeplatz für je ein paar Stunden erbitten. Damit ihr eine etwaige Vorstellung von einem ueberfuellten Zug bekommt:

Und das ist mitten in der Nacht. Vit hat bis 5 Uhr morgens kein Auge zugemacht, weil er nicht mal genug Platz hatte um anstaendig zu sitzen geschweige denn zu schlafen. Es war ein unglaublich befreiendes Gefühl als wir dann nach 1,5 Tagen wieder in Rajasthan stinkend und übermüdet aus dem Zug krochen. Geheimtipp, um solche Reisen zu überstehen: Ihr kennt doch sicherlich alle das Gefühl, wenn man in einem ICE sitzt und liest oder irgendwo gerade noch was fertig machen will, und dann ist die Zeit um und man muss los. Dieses Gefühl von „oh nein ich brauche noch ein paar Minuten“ – das muss man sich künstlich auf 34 Stunden projizieren. Sich ganz viel vornehmen, und sich denken, oh nein, dass schaff ich in der kurzen Zeit gar nicht. Dann will man künstlich noch länger fahren und die Fahrt fühlt sich weit kürzer an, als sie ist.
Horst am 16.6.11 17:18


Muss man seine WG-Mitbewohnerinnen erst heiraten?

In Hyderabad hatten wir amuesanten Zwischenfall mit zwei inidischen Studenten. Wir trafen die beiden an der Bushalte und haben erfahren, dass sie sich fuer einen Master in Chemie in Deutschland beworben und ihn bekommen haben. Die beiden haben sich verhalten, als wenn sie genauso wohlhabend wie naiv sind. Klar wurde uns das, als wir uns verpflichtet gefuehlt haben, den beiden eine Einfuehrung in Deutschland bzw. eher Westen gegeben haben. Dazu gehoerte die Wohnungssuche, das herausfinden von Vorlesungsplaenen und die Studienorganisation im allgemeinen. Aber als wir denen erklaeren mussten was Wikipedia ist, das Handwerkszeug eines jeden seit em Abi, und sie sogar fragten, ob man seiner WG-Mitbewohnerinnen heiraten muss, wurde uns klar, dass wir ganz schoen ausholen mussten. Wir sassen mit den beiden ganz schoen lange zusammen. Nett waren sie aber auf jedenfall!
Vit am 16.6.11 17:16


Campus Luft schnuppern und Mensen auf indisch

Mit dem Ziel die akademische Welt von Indien kennenzulernen, fuhren wir nach Hyderabad und sind direkt zum Campus gefahren. Irgendwie war aber nicht so viel los. Die Uni und die Grünflächen waren überhaupt nicht mit Studenten übersäht. Wir haben dann erfahren, dass zur Zeit Prüfungen anstehen und alle pauken sind und keine Vorlesungen laufen. Somit waren wir nicht der Lage eine Vorlesung zu sehen und haben uns kurzerhand aufs Gras geschmissen und die Aufgabe übernommen, das Bild eines anständigen Studenten darzustellen.

Und wir haben es auch geschafft in Indien zu mensen! Die Organisation ist eine etwas andere als in Münster. :P
Vit am 16.6.11 17:16


Overdressed & Lost – the African Easter Party

Mit einer durch den neuen Anzug vor Stolz geschwollenen Brust, waren wir nicht in der Lage genau diesen einfach zu verpacken. Wir haben unsere Anzüge direkt anbehalten und wollten das Nachtleben Bangalores unsicher machen. Wir landeten auf einem Hoteldach, auf dem uns eine Party versprochen wurde. Angelangt und Eintritt bezahlt, aber warum haben hier ausnahmslos alle eine schwarze Haut?! Tja, im Gespräch mit einem der anderen Gäste wurde uns gesagt, dass es eine afrikanische Party sei und deswegen vorzugsweise Afrikaner kommen. Von der Situation unbeirrt ließen wir uns nicht von der Tanzfläche abhalten,

aber wie jeder Club in Bangalore wurden wir alle bereits um 11 von der Polizei rausgeworfen. Jetzt aufgeben und ab nach Hause?! Nicht mit uns! Wir haben kurzerhand die afrikanischen Studenten gefragt, ob noch irgendwo was geht und da saßen wir auch schon in der Rikscha auf dem Weg 45-minütigen Weg zum nächsten Club. War doch weiter als erwartet. Und die Fakten, dass der Club mitten im Feld abseits der restlichen Stadt liegt und wieder nur schwarze Studenten am Ostersonntag auf der Party herumliefen, hat schnell klar gemacht, dass wir auf einer privaten, afrikanischen Osterparty gelandet sind. Die einzigen zwei weißen, die dann auch noch auf einer Hip-Hop Party mit Anzug herumlaufen. Kurioses Bild…

Wir haben dennoch gut ausgelassen gefeiert und gegessen.

Und sind danach auf ihren Sofas eingepennt

Tja, und dann noch den Weg zu Fuss zurueck finden...

Der Abend war einfach nur LEGENDARY! (unter anderem, weil wir unsere Organe behalten durften ;D)
Vit am 16.6.11 16:10


Suit up!


Wir haben uns in Bangalore bei der Edelschneiderei Reid & Taylor Anzüge maßschneidern lassen. Zuerst mussten wir uns einen Baumwollstoff aussuchen, dafür hielt uns der freundliche Filialleiter immer wieder Stoffbahnen unter die Nase, holte aus und drückte die Baumwolle immer wieder kraftvoll mit beiden Händen zusammen und sagte immer „See, rincle-free“ also knitterfrei. Das betonte er immer wieder extrem schwungvoll. Die Stoffbahnen legte er immer zu einer Anzugseite gefaltet über die Schulter eines Gehilfen, so dass wir uns das spätere Aussehen des Jacketts vorstellen konnten. Wir kamen etwa 3-mal. Erst Maße nehmen und Stoff aussuchen, dann probierten wir die halbfertigen Anzüge an und schließlich kamen wir dann um die fertigen Anzüge mitzunehmen. Unserm Schneider sind wir, wie auf dem Bild zu sehen, ziemlich dankbar^^
Vit am 6.5.11 13:26


Von Rikscha-Fahrerscheiße zu spirituellen Glücksmomenten

Von Rikscha-Fahrerscheiße zu spirituellen Glücksmomenten In Bangalore ist es üblich, dass der Bürgersteig einfach mal aufhört und man bei zu großem Vertrauen in das hiesige Tiefbauamt in bis zu ein Meter tiefe Löcher fällt. Eines Abends wurde ich bei einem Spaziergang mit einem Chai in der Hand gegenüber vom Hauptbahnhof von ebenso einem Loch in Bangalores Gehwegen hinterhältig überrascht. Doch schnell wurde mir klar, dass ich hier nicht in einer stink normalen Grube gelandet bin, die mit Regenwasser gefüllt war. Denn die Suppe war dickflüssig und führe bis zur Kloake neben dem Rikschastand. Mir wurde klar: Ich stand also mehr als knöcheltief in Rikscha-Fahrerscheiße. Ich sprang heraus. Eigentlich müsste man meinen, dass man nach solch einem Missgeschick, den deprimierten Rückzug unter die Dusche des Hotelzimmers suchen müsste.
Doch schon im nächsten Augenblick galt meine volle Aufmerksamkeit einer absolut abgefahrenen Mitternachtsprozession, welche etwa 60 Inder direkt auf der anderen Straßenseite zelebrierten.
Dort bot sich mir ein skurriles Bild, Trommler sprangen vor einer fein geschmückten Götterstatur umher. Die goldene Figur war auf einen grünen Traktor montiert, je links und rechts der Aufbaut schaukelten zwei Arme, die genau wie die Gottheit selbst mit bunten Blumen geschmückt waren. Vor dem Gesicht der Statur schaukelte eine Energiesparlampe - eine von den langen hässlichen. Ich stürmte mit klitschnassen Schuhen auf die Szene zu. Die Leute begrüßten mich freundlich und ich tanzte lange und ausgelassen mit ihnen der religiösen Tour quer durch diese Nacht in Bangalore. Dabei wurden immer wieder durch klatschende Inder Kreise gebildet, in denen ich mit einem der älteren Männer quasi Duell tanzte (Frauen gab es halt nicht). Und als einziger Weißer war ich dort die Attraktion des Tages. Zwischendurch wurde allen Teilnehmern noch kostenfrei ein leckeres Reisgericht mit einen extrem süßen Mandelmilchreis als Nachtischg gereicht. Dazu gab es ebenfalls quitsch-süße Buttermilch.
Die Prozession endete bei einem Tempel, wo die schwere Statur in schaukelnden Bewegungen und unter lauten Gesängen – es war inzwischen 3 Uhr Nachts – hereingetragen wurde. Die Schrillheit der bunten Wände wurden nur noch übertönt von den pink und apfelgrün angesprühten Hühnerkükenq, die aufgeschreckt im Tempel herumsprangen. Es stank nach Pisse und überall standen Essensgaben, Kokosnüsse und Reissäcke als Beschwichtigungen für die Gottheit herum. Viele der Menschen dort litten offensichtlich Hunger. Sie hatten hatten nichts, doch sie gaben alles an ihre Gottheit. Ein scheißgeiler Abend.
Horst am 6.5.11 13:20


Die tibetanische Teeparty



Diesmal war ich allein in Varkala. Bei einem Abendspaziergang durch die Gassen des Urlaubsortes schallte aus dem hinteren Teil eines Shops BBC World News. Der Klang des Bildungsfernsehens zog mich regelrecht aus der Dunkelheit in die Hütte. Dort kam ich schnell mit Tenzin, dem tibetanischen Shopbesitzer ins Gespräch. Er war ein Flüchtling und hatte 6 Jahre als Mönch im Kloster seiner Heilligkeit dem Dalai Lama gedient. In Tibet war ein menschenwürdiges Leben wegen den andauernden Aggressionen Chinas nicht möglich und so sind 1961 seine Eltern nach Indien geflohen. Damals sind diese zu tibetianischen Normaden geworden und irrten 2 Jahre verängstigt und planlos im Himalaya her rum. Auch Tenzin selbst hatte sich, obwohl er keine indische Staatsbürgerschaft bekommt, dort nie niederlassen können. Neben seinem Leben als Mönch hatte der 37 Jährige Geschichte studiert, geheiratet und mit seiner Frau einen inzwischen 4 Jahre alten Sohn. Ein interessanter Kerl also. Und so verbrachten wir Abend um Abend nach dem er seinen Laden zu gemacht hatte, gemeinsam bei ihm in der kleinen direkt hinter seinem tibetanischen Geschenkeladen. Wir fühlten uns beide als Ausländer in Indien verbunden und erzählten uns viel von unseren Heimaten und schwadronierten mehr über internationale Politik, als über den indischen Volkssport Kricket.

Der tibetian Shanti Market, Tenzins war die 2. Hütte. Schwer zu sehen, er sitzt gerade vor seinem Shop.

Tenzin arbeite im Jahr 10 Monate in Varkala, um sich dann für 2 Monate mit etwas Geld in der Tasche um seine Familie kümmern zu können, die er im gut 1200 Km entfernten Himalaya beheimate. Diese Saison war soweit schlecht für ihn verlaufen. Doch sein Ziel für das Jahr war es seinem Sohn ein neues Bett und einen Schreibtisch kaufen zu können. Da ich zuhause bei der IMPULSE Agentur in Projekten der Einzelhandelsberatung arbeite, bat mich Tenzin ihn mit seinem Geschäft zu beraten. Consulting eines tibetanischen Shops, das war mir neu. Doch im Endeffekt hatte er doch keine anderen Probleme als Einzelhändler in Dortmund. Seine Bücher führte er gut. Sein Sortiment war durchdacht. Er hielt sein Lager klein und die Topseller für Kunden parat. Die Waren fanden in der Hütte, die zwischen Kokuspalmen aufgespannt war, gut Platz, wurden ausreichend ausgeleuchtet und waren ordentlich präsentiert. Auch hatte er zu jedem Artikel eine Story in petto. Jedes der buddistischen Items war mit bedeutungsschwangeren Symbolen geschmückt. Das einzige was dort fehlte waren ausreichend Kunden. Tenzin erklärte mir, bei einem Umsatz über 1.000 Rupies (16€) hat er einen guten Tag und kann einen Gewinn von 6 oder 7€ mitnehmen. Oft genug gab es jedoch Tage ohne Kunden oder mit einem lausigen Ladenumsatz von 200-300 Rs (< 5€). Zur Einordnung, für ein Curry zahlte man in Varkala knappe 1,60€ und so das nach Abzug der Ladenmiete nicht mehr viel überblieb. Er brauchte mehr Kunden.

Eines Abends, Tenzin hatte mir gezeigt, wie man Chapatti – einfachstes Pfannenbrot – zu bereitet (was schlicht mit Marmelade und einem Stück Butter eingerollt hervoragend schmeckte), kam mir die Idee. Wir brauchten eine gezielte Marketing Aktion. Jetzt fand ich das der eig. Schüchterne Tenzin echt was zu erzählen hatte und das Thema Tibet sowieso mehr Menschen interessieren sollte. Also lud ich andere Traveller zu einem tibetanischen Abend in Tenzins Shop ein. 20 Tibet interessierte kamen in damit gemütlich überfüllten Shop. Ich begrüßte alle und stellte den Gastgeber Tenzin mit seiner Geschichte vor. Wir boten den Gästen Mangotee, Wassermelone und Kekse. Die Themen über die wir sprachen waren der Dalai Lama, Buddhismus und die entsprechenden Shopitems. Diese reichten von Schriften mit buddhistischen Weisheiten über tibetanische Gebetsschüsseln mit denen sich mystische Töne erzeugen ließen und Büffelwolldecken über regionalen Silberschmuck. Das Konzept ging auf, alle hatten einen netten Abend und sahen nicht mehr nur noch die Gegenstände, sondern verbanden jeweils eine Geschichte damit. Jeder wollte was haben und so machte Tenzin die darauf folgenden Tage einen satten Umsatz von je über 60€. Damit kann er dieses Jahr eher zurück zu seiner Familie und seinem Sohn Bett und Schreibtisch für die Schule kaufen.

Die Organisation der Tee Party hatte geklappt, trotz Bedenken die Polizei könnte kommen oder indische Shopbesitzer könnten sich beschweren. Indien ist ein Land der Unternehmer, aber kein Land der Innovationen. Alle machen das gleiche, neues versuchen ist gesellschaftlich i.d.R. nicht gewünscht. Ob er das nachhaltig umsetzen kann, weiss ich noch nicht. Die Händler des sog. Tibetian Shanti Market haben sowieso eine andere Verkaufsphilosophie, als ihre indischen Kollegen. Die Inder rufen lautstark aufdringlich jedem Touri auf nervtötende Weise hinterher „Mein friend. Come. Good price.“ Die Tibeter sitzen da in ihren Hütten, sagen kein Wort und warten bis ein Kunde mit Waren in der Hand zu ihnen kommt.
Horst am 1.5.11 07:21


Im Kloster: Yoga, bis die Knochen knacken


Es war eigentlich Dans Idee richtig Yoga und Meditieren zu lernen. Doch nach dem tragischen Tigerunglück fühlten wir uns verpflichtet dieses Vorhaben umzusetzen. Also sind wir wie geplant ins Sivananda-Aschram in den Nationalpark in Kerala im äußersten Süden Indiens gereist.

Die Anlage hatte viel von einem Kloster. Der Tagesablauf war immer derselbe und erforderte viel Disziplin: schon um 5:20 Uhr aufstehen, dann um 6:00 Uhr das Satsang, ein hinduistisches Gebet. Ab 7:30 Uhr wurden literweise Ingwertee gesoffen. Um 8:00 Uhr gab es die Yoga Klasse. Yoga muss man sich so vorstellen wie konzentrierte Gymnastik mit abgefahrenen Atemtechniken. Um 10:00 Uhr wurde dann Frühstück gereicht, dass sich nicht wesentlich vom Abendessen unterscheid. Die ayurvedische Küche war nicht so unser Fall. Alle saßen in einer langen Reihe auf Bambusmatten auf dem Boden und aßen von Alutabletts. Beim Essen war absolute Ruhe angesagt. Nur mit den ehrenamtlichen Kellnern, die ihr Karma Yoga (Wohltätigkeitsarbeit) im Essen servieren absolvierten, konnte man kurz über die Menge verhandeln, die sie einem an ungewürztem Kartoffelschleim auf den Reis kippten. Nachmittags gabs noch eine Lektüre, bei der der theoretische Teil des Yogas vertieft wurde. Und noch eine zweite Yoga Klasse, dann meist am direkt vor dem Aschram gelegenen See. Abends gab es noch einmal gemeinsames Singen, an das manchmal ein buntes internationales Kulturprogramm angefügt wurde. Um 22:30 Uhr wurde das Licht ausgeknipst.

Wegen des miesen Essens kam es bei uns immer wieder zu konspirativen nächtlichen Futtersessions. Hier sieht man Vit gerade, wie er mit Grubenlampe in unserem Schlafsaal einen vorher von uns eingeschmuggelten Schokokuchen verputzt hat.
Vit konnte sich 10 Tage für das Aschram motivieren. Ich mich nur 5. Sodass ich kurzerhand zurück reiste nach Varkala und das mit einer bunten Reisegruppe: 3 Iraner, 2 Iranerinnen, die in den Staaten studierten, ein super netter Israeli und eine liebenswürdig-durchgeknallte Kalifornierin, mit der ich mir später ein Zimmer teilte.
Horst am 27.4.11 16:59


India vs. Germany


Um erst mal auf Dans verschwinden klar zu kommen, haben wir uns entschlossen auf dem Weg Richtung Süden, erst mal zwei Tage am traumhaft schönen Strand von Varkala zu chillen. Vit und Horst spielen ja bekanntlich in Münster an der Uni viel Volleyball zusammen. So sind wir als Team angetreten, gegen zwei echte Netzkanonen aus Bombay.

Die Jungs waren für indische Strandverhältnisse unüblich stark. Das erste Spiel haben sie auch klar gewonnen. Als wir jedoch erstmal auf ihre harte Schmettertechnik klarkamen, Vit sich mit dem Wind arrangierte und Horst erst mal richtig den Block gegen den indischen Angriff stelle, drehte sich das Blatt. Und wir gewannen knapp das 2. Spiel. Das mit Spannung erwartete Finale haben wir dann klar für uns entscheiden können und so vor großem Publikum am indischen Strand ein gutes Spiel für Deutschland abgeliefert.
Vit am 24.4.11 17:20


Ooty - das verpennte Bergdorf

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Zwischen Teeplantagen und indischen Wochenendtouristen haben Vit und ich eig. nicht viel spannendes entdecken können bis auf:


1. Das Hotel Gaylord





2. Den örtliche Kackefluss,

welcher uns den Weg zum kleinen Bahnhof versperrte

Horst am 13.4.11 12:48


Ein tragisches Ende: Daniel Pascal Smit

Niemand hat damit gerechnet! An einem Sonntagabend in Mysore hat sich ein tragischer Unfall ereignet. Wie vielleicht schon der ein oder andere gehört hat, ist Daniel nach einem langen, harten und erbitterten Kampf von einem weißen Tiger gefressen worden. Wir konnten gar nicht so schnell reagieren, da war er auch schon weg.



Es war ein ehrenhafter Abgang. Ruhe in Frieden guter Freund. Ohne dich ist Indien nicht mehr das Gleiche. Die Gebeine, die der Tiger übrig gelassen hat, haben wir wieder zurück nach Deutschland geschickt. Sie können an der Universität Dortmund bewundert werden.
Vit und Horst am 13.4.11 12:04


Die Penetranz des Flötenverkäufers

In Indien ist es immer schwer als Tourist auch nur ein paar Meter zu gehen ohne angelabert zu werden, ob man nicht dies oder das kaufen möchte. Nachdem wir einen Stadtbummel durch Mysore gemacht und den Palast (siehe unten) besichtigt hatten, gingen wir über den kleinen Markt auf dem Vorplatz des Palasts. Dort kletteten sich drei indische Verkäufer regelrecht an unsere Fersen.


Zwei Schachtelverkäufer meinten immer wieder "Nice Box", "My friend, give me a good price". Dazwischen immer wieder der Dritte, ein Flötenverkäufer, der rythmisch zum Gelaber der zwei anderen in seine Instrumente pustete. Als wir nach 500 Metern immer noch verfolgt wurden und die Händler trotz Androhung von Gewalt nicht weichen wollten, erbarmte ich mich und kaufte zwei Holzschachteln, von denen ich 500 Meter weiter, da wir weiter verfolgt wurden, eine gegen 2 Flöten beim anderen Händler eintauschte.

Nach 800 Metern waren es nur noch 2 Händler und Daniel musste auch noch Holzbox kaufen. Als uns nur noch der Flötenverkäufer verfolgte, haben wir ihn in unsere Mitte genommen, ihm noch eine Flöte abgekauft und ihm Prügel angedroht, wenn er nicht verschwindet. Das war offensichtlich für ihn überzeugend und wir hatten wieder unsere Ruhe. Wer kann mir jetzt in Deutschland Flötenspielen beibringen?
Horst am 13.4.11 11:50


Palast der 80.000 Glühbrinen


Mysore bei Nacht wird zum Sternenmeer, wenn der Amba Vilas Palast nachts seine 80.000 Glühbrinen anschaltet und über die Stadt strahlt. Es war wunderschön, hier ein kleiner grafischer Eindruck davon.



Auch total schön, der Blick auf das ebenfalls leuchtende Palasttor

Vit am 13.4.11 10:55


Ghandi, Monarchen und Sex-Öle im schönen Mysore

In Mysore zelebrierte Horst eine krasse Wisky-Party mit Londoner Travelern. Daniel hat sich vom Trubel der Märkte betören lassen. Und Vit kam aus dem Staunen für die prunkvolle Palastanlage nicht mehr heraus. Von dort aus haben Monarchen lange Zeit die Geschicke des Landes gesteuert.

Das Mysore ist nämlich an allen Stellen besonders hübsch gestaltet. Ortsmitte ist ein großer Platz mit einer goldenen Ghandi Statur in der Mitte. Ghandi diente immer als Orientierungspunkt. Man ging immer nach Ghandis Rücken, linker, rechter Schulter oder folgte seinem Blick.

Gechillt wurde in Mysore auf Alis Dachterasse. Ali verkaufte auch Öle. Vit und Horst sind dort shoppen gewesen und haben viele exotische Öle gekauft, von Lotus als Konzentrationsmittel und Wasserlilie gegen Mücken, über Lemongras als Kreislaufmittel zu sogenanntem Black und White Musk. Diese sind sexuelle Stimulanzien für Männer bzw. Frauen. Drei tropfen sollen angeblich reichen und alle Männer werden unwiderstehlich. Bei uns reicht bestimmt auch einer, also Vorsicht liebe Frauenwelt in Deutschland! =)
Vit am 11.4.11 13:26


Die Felsberge bezwungen


Die Tempelanlagen waren meist auf Anhöhen entlang der Berglandschaft erbaut. Wunderschön war es hier am frühen Abend hochzuklettern und von oben den tollen Sonnenuntergang zu genießen. Probleme bekamen wir nur einmal mit Affen, als wir oberhalb des Dorfes Picknicken wollten und diese uns dann das Essen streitig machten. Geil war die erschrockene Geste eines kleineren Chimpansen, nach dem er eines unserer Chilli-Gebäcke verputzt hatte.
Horst am 11.4.11 12:27


Holi Ergänzung - Dans: "An dem Tag hab ich sogar Kühe angemalt"


Hier noch mehr Fotos von unserem Erlebnissen beim indischen Farbenfest.

Auch Horst wurde angemalt und im Hintergrund ist unser Freund Fritz zu sehen.

Kleine indische Kinder fragten immer, ob sie im Farbgetummel auf unsere Schultern durften. Wer kann da schon nein sagen?

Keiner wurde verschönt und das ganze Dorf war auf einmal in buntes Farbpulver getaucht.


Zum Schluss gingen wir mit der ganzen Festgemeinschaft noch zum Fluss am Fuße des Dorfes zum Baden und befreiten uns wieder von den Farbmassen. Nur ein paar Kleidungsstücke haben wir noch als Erinnerungstücke bunt gelassen.
Horst am 11.4.11 11:19


Bunte Schlacht in Hampi - Das Farbenfest Holi




Direkt am nächsten Tag wurde das jährliche Holi Fest zelebriert. Wir hatten Glück, dass wir in Hampi waren, denn dort hatten die indischen Einwohner als auch die Touristen ganz besonderen Spaß. Es war großartig. Vit hat sich sogar seine wertvolle weiße Osho-Robe (siehe unten). Diese Gewänder sind offensichtlich nicht nur gute Geschenke für indische Obdachlose, sondern auch als Zielscheibe zu gebrauchen. Angezogen und schon sah man, wie eine Leinwand aus, die schon danach fieberte bunt zu werden. Erst haben morgens die Kinder angefangen, die Gassen mit ihrem Farbpulver unsicher zu machen. Dann gegen Mittag stieg das ganze Dorf mit ein und es dauerte auch nicht lange bis auch wir ordentlich eingefärbt waren. Man weiß nicht wieso, aber sowohl Vits Robe als auch Dans Shirt sahen viel zu gut aus. Die Inder haben sie einfach zerrissen!



Besonders Dans hat es ziemlich zerfetzt.




Es hat zumindest tierisch Spaß gemacht.


Vit war mindestens genauso gut darin Andere mit Pulver einzufärben, wie selbst eingefärbt zu werden.
Horst am 11.4.11 10:59


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Unsere Indienreise 2011